Chaos Magazin ist nach einem Taco Tuesday auf der Suche nach der Toilette in einer versteckten Bar in Paris entstanden. Der 11.03.2025, ein Dienstagabend: Frozen Margaritas, die Rückseite einer Rechnung und das anschließende Besiegeln mit Champagner, den wir uns nicht leisten konnten. Geleitet vom Drang unsere Leidenschaft für Fotografie, Design und Text mit der Lust am Schreiben zu vereinen, kam uns der Gedanke zur Gründung des Magazins. Schon lange wollten wir unserem Denken, Sehen und Fühlen seinen benötigten Raum geben und etwas kreieren, woran wir schlichtweg Spaß empfinden würden. Gerade aus der Position als junge Frauen in der Kunstszene möchten wir etwas aufbauen, was sich mit dem zeitgenössischen Kunstverständnis auseinandersetzt und dabei junger Kunst einen (digitalen) Raum des Austauschs bietet. In Themenausgaben setzen wir auf Dinge, die uns berühren und anregen und zu denen wir uns gemeinsam nähern können. Chaos soll der Strudel von wirren Gedankenblitzen sein, den wir mit euch ordnen und in diesem wir die Welt und das Selbst in sein Zentrum stellen.
Selma Mierl ist Fotokünstlerin, Fototheoretikerin, schlaflose Overthinkerin, sowie Purpur Enthusiastin. Neben dem fotografischen, wie kuratorischen Arbeiten liegt ihr Schwerpunkt im Schreiben über die Fotografie, in welchem sie obsessiv auf Antworten nach Fragen des alltäglichen Lebens einer sechsundzwanzigjährigen Künstlerin sucht. Ihre schriftstellerische Arbeit reicht von poetischen Journal-Einträgen, über wissenschaftliche Auseinandersetzungen zu Themen wie die Performativität der Fotografie, bis hin zu Ausformulierung diverser Förderungsanträge. Ihre langjährige Liebe für Fotomagazine sieht sie als Impuls für die Mitgründung des Chaos Magazins, das sie als Plattform der gegenseitigen Inspiration sieht.
Viviana Krajewski ist Kunstwissenschaftlerin mit immerwährendem Fokus auf dem weiblichen Kanon. Ihr Interesse richtet sich auf das Alltägliche, Intime und Öffentlich-Private in der Kunst, was aus ihrer Liebe zum Tagebuch kommt, das seither ihr Anker zum Schreiben ist und Thema ihrer Abschlussthesis wurde. Mit großem Interesse an der Organisation von Kunst arbeitet sie bei Ausstellungen, Theateraufführungen und Kommissionen im Hintergrund. Auf ihrem Visionboard für 2025 stand das Wort Chaos ganz fett geschrieben – auf der Suche nach Frische und Intensität. Ihr wurde mal gesagt, sie sei »zu frech für die Wissenschaft«, was sie nun anhand ihres eigenen Magazins auf die Probe stellt.