Echo

Kilian Walker

Kilian Walker findet das Chaos im Unsichtbaren, im Stillen. Mit dem Rauschen des Bildes zeigt er in »Echo« die Ruhe, die inmitten einer Bewegung entstehen kann. Bei genauerem Betrachten lässt sich jedoch zwischen den Grautönen, Punkten und Störungen der Lautstärke, die in den Bildern steckt, eine Ruhe in der Wiederholung und Beständigkeit finden.

kilian walker schwarz grau rauschen des Fernsehers
kilian walker schwarz grau rauschen des Fernsehers
kilian walker schwarz grau rauschen des Fernsehers
kilian walker schwarz grau rauschen des Fernsehers
kilian walker schwarz grau rauschen des Fernsehers
kilian walker schwarz grau rauschen des Fernsehers
kilian walker schwarz grau rauschen des Fernsehers
kilian walker schwarz grau rauschen des Fernsehers
kilian walker schwarz grau rauschen des Fernsehers
kilian walker schwarz grau rauschen des Fernsehers
kilian walker schwarz grau rauschen des Fernsehers
kilian walker schwarz grau rauschen des Fernsehers

Die Bilderserie »Echo« setzt sich mit dem Urknall und dessen vergänglichem Erscheinungsbild auseinander. Seit dem sich der Weltraum ausgedehnt und abgekühlt hat, sind in jedem Kubikzentimeter immer noch etwa vierhundert Photonen, also kleine Lichtteilchen aus denen elektromagnetische Strahlung besteht, enthalten. Weil noch immer circa 1% des Surrens von vor 14 Milliarden Jahren vorhanden ist, wird dies von uns als weißes Rauschen aufgenommen. Die vorliegende Arbeit besteht aus Bildern des Hintergrundrauschens von alten Fernsehbildschirmen und Lichtverläufen. Wir sehen demonstriert die Polarität von Chaos und Ordnung, Bewegung und Stagnation. Durch das Synchronisieren der Hintergrundstrahlung mit dem Sender des Fernsehers, werden die Überreste des Urknalls mit chaotisch digital erscheinenden Partikeln sichtbar gemacht.

Kilian Walker (*2000) konzentriert sich in seiner Arbeit vor allem auf Fragen der Fragilität von Raum und dessen Übersetzungen.