When Order Becomes Chaos

Tristan Waschkowitz

In When Order Becomes Chaos zeigt Tristan Wasckowitz das durch den Menschen kreierte Chaos in der Natur, das die natürliche Ordnung der Dinge verändert. Schlieren, Streifen, Punkte und andere organische Formen gravieren sich in den dunklen Hintergrund hinein. Es entstehen skulpturale Konturen, die sich durch die Fläche zu bewegen scheinen, um Orte und Leerstellen zu durchbrechen. 

tristan waschkowitz when order becomes chaos  schwarze und weiße schlieren ordnung von ampeln
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tristan waschkowitz when order becomes chaos  schwarze und weiße schlieren ordnung von ampeln
tristan waschkowitz when order becomes chaos  schwarze und weiße schlieren ordnung von ampeln

»So erhält die Ampel, 
die im Straßenverkehr normalerweise für Ordnung und Struktur steht, eine 
neue Bedeutung. «

Die Arbeit When Order Becomes Chaos thematisiert, wie der Mensch durch  den Bau schädlicher Infrastrukturen in die harmonische Ordnung der Natur eingreift. Beispiele wie Autobahnen zeigen auf, wie die natürlichen Lebensräume von Tieren und Organismen vernichtet werden und wie durch Lärm, sowie den visuellen Eingriff in zuvor unberührte Landschaften, Chaos entsteht. In der Arbeit werden unterschiedliche Ampeln gezeigt, die durch eine digitale Solarisation umgekehrt wirken. So erhält die Ampel, die im Straßenverkehr normalerweise für Ordnung und Struktur steht, eine neue Bedeutung. Sie wird zu einem Sinnbild des andauernden visuellen Chaos – im übertragenen wie auch im wörtlichen Sinn – und deutet damit 
auf die Zerschlagung und Fragmentierung von Naturräumen hin. Die bewusste Entscheidung, keine Farbe zu verwenden, hebt die Härte und Unumkehrbarkeit dieser Eingriffe hervor.

Tristan Waschkowitz (*2002) behandelt das Medium der Fotografie offen und fragmentarisch, zwischen Wahrnehmung, Narration und formaler Setzung. In seiner Arbeit bewegt er sich jenseits des rein Dokumentarischen und untersucht Fragen von Bildlogik, Sequenzierung und atmosphärischer Verdichtung. Sein Arbeiten ist bestimmt von einem prozessorientierten Ansatz und ist  geprägt von seinem Interesse an kunsthistorischen Referenzen, sowie an der Rolle der Fotografie im zeitgenössischen Kontext als Medium des Ausdrucks und Träger von gesellschaftlich relevanten Themen.