ISSUE #1
Die erste Ausgabe vom Chaos Magazin behandelt eben jenes: Das Chaos. Ob Chaos in unserer Gesellschaft, in unserem Zimmer oder in unserem Kopf, zum Start des Magazins möchten wir eben jenes Treiben einfangen und möglichst breit aufzeigen lassen. Wenn auch oft negativ konnotiert, wollen wir den Begriff würdigen, ihn in den Vordergrund stellen und ihn priorisiert vor der Gleichheit, der Ordnung oder dem Gesinnten begegnen. Mit dem Chaos kommt der Umbruch, der alles auf den Kopf stellen und neu ordnen kann – was in Angesicht von Krisen Möglichkeit zum Umdenken birgt und uns zu neuen Wegen verleitet. In der ersten Ausgabe behandeln unsere ausgewählten Fotograf*innen, wie auch Kunst- und Fototheoretiker*innen das Chaos in ihrem Sinne und zeigen auf, wie wir dem Wandel begegnen können.
LARISSA ZAUSER
Im Logbuch II begegnen Leser*innen dem Klang der Gedanken Larissa Zausers. In eigens kreierter privater Öffentlichkeit knüpft die Introspektion an künstlerischer Inszenierung.
TRISTAN WASCHKOWITZ
Der Ordnung zugeschriebene Objekte, die zum visuellen Sinnbild des Chaos werden: In When order becomes chaos behandelt Tristan Waschkowitz das durch den Menschen kreierte Chaos in der Natur.
KILIAN WALKER
Wo befindet sich das Chaos im Unsichtbaren? In der vermeintlichen Stille? Kilian Walker zeigt wie im Rauschen des Bildes, Ruhe inmitten einer Bewegung existieren kann.
CHAEG KIM
Chaeg Kims Serie Gaia untersucht das Chaos im eigenen Zimmer und wie viele ordnungslose Dinge neue Formen schaffen können: Ein äußerer Zustand, der einem Inneren gleichen kann.
ALEXANDER TIREL
Ob Chaos immer gleich Unordnung ist? Dieser Frage begegnet Alexander Tirel anhand von Beispielen klassischer Kunstgeschichte und zeigt auf, dass sie gar Harmonie stiftet.
LEON DÜLLBERG
In Konfrontation mit unserer stetig verändernden Umwelt, stellt Im Watt eine sensible Auseinandersetzung vom Menschen und dessen Beziehung zur Natur dar.
JAN STEUER
Auf der Suche nach Form und Ordnung findet Jan Steuer Ruhe in der Zufälligkeit und knüpft dabei an Sehgewohnheiten, die wir zu vergessen scheinen.
DAVID ULLY
In seiner Kurzgeschichte lädt David Ully ein, die (un-)sichtbaren Momente an einem Abend in einem Café zu erleben. Fragmentarische Bilder im Kopf machen das Café zur Schaubühne der Beobachtung.
FARNAZ SHAHRYARI
Ein Scherbenmeer vor einer Gebirgskette und warme Sonnenstrahlen, die es berühren. Farnaz Shahryaris Fotografie regt zum Nachdenken an.
VIVIAN HÖTTER
In der Serie Pending beschäftigt sich Vivian Hötter mit Experimenten von nicht genau definierbaren Bildfragmenten. Sie lädt zu einem visuellen Rätsel ein, das in diesem Stillleben versteckt ist.
DORIAN BECK
Unordnungen, Verwirrungen und Chaos: Gedanken zum Menschen in Überforderung mit der Welt und seinen Systemen.
KATJA KONDAREV
Katja Kondarevs Erlebnissen in Island folgend, zeigt sich die Natur trotz menschlicher Einflüsse erhaben.
ISABELLE VON DER BORN
Eine Box voll mit der Genealogie des Selbst: Isabelle von der Born ordnet sich im Archiv ihrer Familie.
ILKIN GULIYEV
Zwischen Erinnerung und Imagination kreieren Ilkin Guliyevs Fotografien eine Narration dessen, wie es hätte sein können. Ein Einblick in seine Serie die Gewohnheit der Fiktion.
JOSEPH TISOR
Zwischen Text und Bild, Erinnerung und Erzählung, wie Nähe und Distanz zentriert Joseph Tisor Blickwinkel des Selbst.